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4. Anarchistisches Sommercamp

category niederlande / deutschland / österreich | kultur | andere libertäre presse author Sunday May 31, 2009 17:20author by A-Camp Orga-Gruppe 2009 Report this post to the editors

Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass auch heuer wieder ein internationales A-Camp (24. Juli - 2. August 2009) in Österreich stattfinden wird. Ein anarchistisches Sommercamp, wo wir 10 Tage lang ein befreites Leben jenseits der uns umgebenden Zwänge und Zustände üben können; ein Ort, wo wir das, wofür wir kämpfen, auch einmal in eine gemeinsame Praxis umzusetzen versuchen können.

Für die Bewerbung des A-Camps vor allem außerhalb von Österreich sind wir auf Gruppen wie Euch angewiesen, die uns dabei unterstützen. Daher wäre es schön, falls ihr für uns Plakate und Folder in Eurer Stadt/Lokalen/Räumen verteilen könntet. Wir schicken euch das Infomaterial gerne zu! Bitte gebt und dazu einfach eure Postadresse bekannt, und sagt uns, wieviel an Plakaten und Foldern Ihr verteilen könnt.

Vielen Dank schon im Voraus, wenn ihr uns durch Bewerbung des Camps unterstützen könnt! Ein längerer Ankündigungstext befindet sich weiter unten.

DIY – Create Anarchy, die A-Camp Orga-Gruppe 2009

Was ist das A-Camp?

Das anarchistische Sommercamp 2009 in Österreich soll Menschen aus unterschiedlichen Orten, Gegenden und mit verschiedensten Erfahrungen und Hintergründen zusammenbringen, um ein befreites Leben zu erproben. Es ist wichtig, Widersprüche aufzuzeigen und Kritik einzubringen, damit wir voneinander lernen. Es ist in Ordnung, sich zu streiten, dabei sollte der Umgang untereinander von Solidarität und Respekt geprägt sein. Widerstand, das heißt für uns Lebendigkeit. In diesem Sinne wollen wir 10 Tage lang gemeinsam leben, lieben, lachen, spielen, musizieren, tanzen, baden, kuscheln, Ideen sammeln, diskutieren, Pläne aushecken – machen, worauf wir gerade Lust haben.

Was während des Camps inhaltlich passiert, hängt davon ab, was ihr daraus macht und was sich vor Ort spontan entwickelt. Es gibt kein fertiges Programm, vielmehr geht es darum, sich einzubringen, Workshops und Diskussionen anzuregen, auch vor und nach dem Camp.

Jede_r ist eingeladen, die_der sich mit emanzipatorischen und herrschaftskritischen Ideen identifizieren kann. Du brauchst dich nicht mit irgendwelchen Theorien auskennen oder in politischen Gruppen/Kollektiven aktiv sein.

Was es gibt und geben kann:

Das Gelände erstreckt sich über mehrere Wiesen, es gibt Bäume, Büsche, einen kleinen Bach und einen Badesee in näherer Umgebung. Neben genügend Platz zum Zelten bietet das Camp eine umfassende Infrastruktur: Es stehen sanitäre Einrichtungen, trockene Räume, Computer mit Internetanbindung, eine Küche und – bei Bedarf – eine begrenzte Zahl an Betten zur Verfügung.

Wir möchten auch Menschen mit Kindern Lust darauf machen aufs Camp zu kommen. Das Gelände bietet genügend Platz und Möglichkeiten sich auszutoben. Wir werden für ein eigenes Spielezelt sorgen, in dem sich Jung und Alt treffen und voneinander lernen können. Wenn sich Personen finden, die sich mit den Kindern beschäftigen möchten, gibt das Kindern und ihren Eltern die Möglichkeit, auf dem Camp Zeit unabhängig voneinander zu gestalten.

Wie auch beim diskutieren sollte auch beim gemeinsamen Kochen Rücksicht aufeinander genommen werden. Bedenkt bitte, dass auch Veganer_innen, Menschen mit Allergien, Schwangere bzw. Stillende, usw. am Camp teilnehmen.

Es wird dieses Jahr wieder einen Raum als Rückzugsmöglichkeit für Frauen und Transgender geben. Dazu kommt heuer auch ein Queer-Raum, welcher einladen soll bestehende Rollenbilder zu reflektieren und auch außerhalb des Camps aufzubrechen.

Umgang mit Diskriminierungsmechanismen:

Wir wollen versuchen, unser Leben gemeinsam ohne Herrschaft zu gestalten, uns kennenzulernen und unsere Träume von einem befreiten Leben umzusetzen: bei den Dingen des alltäglichen Lebens ebenso, wie bei Diskussionen oder Workshops.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass Diskriminierungsmechanismen jeder Art auf dem Camp nicht geduldet werden und sich dafür auch jede_r verantwortlich fühlt. Das heißt: aufeinander aufpassen, aufmerksam sein, selbst eingreifen und thematisieren, wenn solche Verhaltensweisen wahrgenommen werden – bei anderen oder bei sich selbst. Jede_r hat eine eigene Definition, wann seine_ihre Grenzen verletzt sind. Für ein herrschaftsfreies Zusammenleben ist Respekt gegenüber diesen erforderlich!

Umgang mit sexualisierten Übergriffen

Sexismus dient der Aufrechterhaltung herrschender Machtverhältnisse und damit der Unterdrückung weniger dominanter Gender. Natürlich sollten wir uns immer und überall mit Sexismus auseinandersetzen. Es ist aber wichtig, dass sich ALLE Menschen auf dem Camp sicher fühlen. Da primär Frauen die Betroffenen von sexualisierten Übergriffen sind, haben wir uns für die Gültigkeit des Konzepts der Definitionsmacht der Frau entschieden, das heisst FÜR ALLE:
Definiert eine Frau einen Vorgang als sexualisierten Übergriff, sollen weder ihre Definition des Begriffs “Übergriff” noch ihre Definition des Begriffs “sexualisiert” angezweifelt werden. Vielmehr gilt es dann, mit der Betroffenen parteilich zu agieren und auf ihre Forderungen einzugehen. Die Forderungen der Betroffenen können – ebenfalls ohne Diskussion – einen Rauswurf des Täters mit einschließen.

Grundsätzlich gilt es auch bei anderen sexualisierten Übergriffen sensibel mit der Thematik umzugehen und auf die Bedürfnisse aller Betroffenen – egal welchen Genders – Rücksicht zu nehmen.

Wenn ihr Zeit habt, lest euch bitte noch weitere Texte zum Thema Definitionsmacht durch, zB auf: www.a-camps.net/AST/definitionsmacht.html

Wer steckt hinter dem A-Camp?

Alle Teilnehmer_innen! Denn der komplette Ablauf des Camps ist ein Spiegel der dort Anwesenden. Jede Idee, die du hast, jeder Einwand, jeder Impuls soll ins Geschehen des Camps einfließen. Genauso bist auch du verantwortlich für die Dinge, die das Camp am Laufen halten. Wir glauben, dass keine_r etwas tun MUSS, wenn jede_r tut, was sie_er KANN.

Natürlich gibt es eine Gruppe von Menschen, die ein paar Dinge vor dem Camp geplant und organisiert haben, wie den Platz, Einladungen und die Infrastruktur. Diese Gruppe besteht nur bis zum Beginn des Camps und bildet sich nach jedem Camp wieder neu – wenn sich Leute finden, die das nächste Camp organisieren wollen!

Was kommt mit?

Nimm neben Zelt, Schlafsack, Decken usw. bitte auch dein Geschirr selbst mit, denn am Gelände ist nur eine beschränkte Anzahl an Geschirr vorhanden. Selbst bei warmen Tagestemperaturen kann es aufgrund der Lage des Geländes in der Nacht sehr kalt werden – warme Kleidung und Regenschutz sind daher ratsam!
Auch ein Rad ist praktisch, wenn du z. B. zum Badesee oder in den Ort fahren willst.

Was bleibt daheim?

Hunde sind für viele von uns eine Bereicherung, und es fänden sich wohl Wege, auch von ihnen anarchistische Umgänge zu erlernen. Eine größere Anzahl von Hunden auf dem Campgelände kann aber als mühsam empfunden werden. Nicht jede_r ist gleichermaßen mit dem Umgang mit Hunden vertraut. Nehmt deswegen keine Hunde mit aufs Camp!

Für Wagenbewohner_innen:

Auf dem A-Camp-Gelände dürfen keine Autos geparkt werden, dafür gibt es in der nahen Umgebung Abstellplätze. Bau- oder Wohnwägen, die als Wohnraum genutzt werden, können in begrenzter Anzahl auf einer kleinen Wiese des Geländes abgestellt werden. Um Schäden an der Wiese zu vermeiden und aufgrund des stark eingeschränkten Platzes, sollen die dort abgestellten Wohnwägen aber für die Dauer deines Camp-Aufenthalts stehen bleiben und nicht mehr für Fahrtzwecke verwendet werden. Ist dieser Platz voll, können auch Bau- oder Wohnwägen nur in der nahen Umgebung abgestellt werden.

Anmeldung

Du bist jederzeit Willkommen spontan vorbeizuschauen! Es erleichtert trotzdem die Organisation der Einkäufe, wenn du dich unter acamp@lnxnt.org (wenn möglich auf Deutsch oder Englisch) anmeldest. Wenn du einen Workshop (oder was auch immer) am Camp machen willst, kannst du uns deine Pläne, Skizzen, Wünsche, Ideen schicken oder sie selbst ins Wiki auf die Homepage stellen, damit andere schon vorher davon wissen – Du kannst aber natürlich auch spontan am Camp etwas organisieren.

Wo es stattfindet

Das A-Camp 2009 findet im nördlichen Niederösterreich statt. Einen Monat vor Beginn des Camps (also Mitte Juni) gibt es auf der Internetseite a-camps.net/AST einen genauen Anfahrtsplan und Informationen über die lokalen Verkehrsverbindungen. Autos können nicht am Gelände geparkt werden, dafür gibt es in der nahen Umgebung Abstellmöglichkeiten.

Was es kostet

Es gibt keinen Fixbetrag, den du für die Teilnahme am Camp bezahlen musst. Mit ca. € 8.- pro Person und Tag ist es möglich, die Kosten für den Platz, die komplette Infrastruktur und den Lebensmitteleinkauf zu decken. Wenn du soviel Geld nicht bezahlen kannst, ist das natürlich kein Hindernis. Wenn du solidarisch mehr zahlen kannst, wäre es toll, wenn du das tust.

weitere Infos unter: a-camps.net/AST
oder auf Anfrage an: acamp@lnxnt.org

Related Link: http://a-camps.net/AST/
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